Chancenlos beim Favoriten
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 12. März 2017
HANDBALL CHAMPIONSLEAGE: HC
Vardar Skopje – Thüringer HC 36:26
Skopje. (11.Mrz.17/ Stephanie Lapp/ Roman Knabe) Zum Abschluss der Champions
League Hauptrunde unterlag der Thüringer HC beim stark aufspielenden
Mazodonischen Meister Vardar Skopje mit 26:36 (12:19). Skopje setzte
sich damit an die Spitze der Gruppe eins, dem THC blieb ein
undankbarer fünfter Platz vor dem russischen Meister Astrachan. Die
meisten Treffer der Partie erzielten für Skopje Jovanka Radicevic
(9), für den Thüringer HC Iveta Luzumova (7). Es dauerte über zwei
Minuten bevor Jovanka Radicevic den ersten Treffer der Partie
erzielte. Bis dahin konnten sich die Torhüterinnen Dinah Eckerle und
Amandine Leynaud jeweils mit sehenswerten Paraden auszeichnen. Katrin
Engel glich per Strafwurf aus. In der Folgezeit leisteten sich die
Thüringerinnen zu viele Abspielfehler und nutzen ihre Großchancen
nicht. Vardar hingegen konnte durch Tempogegenstöße auf 6:2 davon
ziehen. Trainer Herbert Müller zog die Notbremse und bat seine
Frauen zum Gespräch. Andrea Lekic stellte auch heute wieder ihre
Weltklasse unter Beweis, sie erzielte das 10:5 als sofortige Antwort
auf das fünfte THC-Tor, das Meike Schmelzer vom Kreis einnetzte. Die
Thüringerinnen kämpften verbissen um den Anschluss, doch der große
Favorit aus Skopje gab sich keine Blöße. Die Mazedonierinnen waren
in allen Belangen überlegen. Der THC nutzte zu dem seine wenigen
Chancen nicht. Katrin Engel und Iveta Luzumova scheiterten von der
Strafwurflinie. Eine gute Leistung im Rückraum zeigte die Spanierin
Macarena Aguilar, die Spielmacherin verteilte die Bälle an ihre
Mitspielerinnen, setzte sich gut im 1-gegen-1 durch und war
treffsicher bei ihren Würfen aus dem Rückraum. Vardar konnte jetzt
ohne Qualitätsverlust ordentlich durch wechseln. Die Mazedonierinnen
konnten sich Tor um Tor absetzen. Nach 26 Minuten führte Skopje
bereits mit 18:9, Andrea Penezic war die Torschützin. Bis zur Pause
gelang den Thüringerinnen noch ein wenig Ergebniskosmetik, Iveta
Luzumova verkürzte mit einem Doppelschlag per Strafwurf und einem
Treffer ins leere Tor auf 11:18. In die Kabinen ging es mit einer
hochverdienten 19:12 Führung für die Gastgeberinnen. Nach der Pause
kämpften sich die Gäste durch Treffer von Kerstin Wohlbold und
Katrin Engel wieder ein Stück heran (20:14/32.), doch Penezic setzte
postwendend den nächsten Nadelstich. Bis zur 40.Minute gelang es
Skopje noch nicht die Differenz auf die magische "Zehn" zu
erhöhen, auch wenn es nur eine Frage der Zeit zu sein schien. Zwei
Minuten später gelang dann Radicevic das 27:17, und es blieben den
Thüringerinnen noch fünfzehn Minuten um den stark aufspielenden
Mazedonierinnen nicht doch noch ein deprimierendes Ergebnis zu
gestatten. Diese wollten mit aller Macht zeigen, dass ein Ausrutscher
wie beim 28:42 gegen Metz nicht noch einmal infrage kommt. Das 29:18
und das 30:19 durch die französische Nationalspielerin Alexandra
Lacrabere konterte zweimal Iveta Luzumova. Zehn Minuten vor dem
Abpfiff nahm Herbert Müller die Auszeit und schwor sein Team noch
einmal auf Konzentration in den Zweikämpfen ein. Und es zeigte
Wirkung, wieder die Iveta Luzumova mit Tordrang: 31:22. Maria
Kiedrowski machte es ihr nach und traf zum 23:31 aus THC-Sicht. Doch
Damnjanovic, Mavsar und Ilyna legten im Dreierpack wieder vor
(34:23/57.). Kerstin Wohlbold und Crina Pintea steuerten am Ende noch
zwei Treffer bei. Das Ziel, zumindest nicht höher als mit zehn Toren
zu verlieren, erreichten Dinah Eckerle reaktionsschnell gegen einen
"Kempa" von Lacrabere und Crina Pintea mit ihrem Treffer
exakt elf Sekunden vor Spielende. Mit dem 36:26 Sieg gelang Vardar
der Sprung auf Platz eins der Gruppe A, vor den beiden punktgleichen
Kontrahenten aus Podgorica und Budapest. Der THC beendet mit fünf
Hauptrundenpunkten die CL-Saison und kann sich über einen Platz
unter den Top-Ten Europas freuen.
Halbzeit: 19:12.
Schiedsrichter: Georgios
Panayides, Marios Andreou (CYP).
Zuschauer: 2000 (Sport Center
Jane Sandansk).
Siebenmeter: Skopje 1/2, THC
3/5.
Zeitstrafen: Skopje 1, THC 3.
Thüringer HC: Eckerle –
Pintea (2), Schmelzer (1), Niederwieser (2), Aguilar Diaz (3),
Luzumova (7), Engel (2), Houette (4), Jakubisova (2), Kiedrowski (1),
Wohlbold (2).
HC Vardar: Lenaud, Suslina –
Radicevic (9), Kolikovac (1), Herrem (3), Mavsar (1), Damnjanovic
(2), Lazovic (1), Althaus (3), Ilyina (1), Penezic (5), Lacrambere
(4), Khmyrova, Lekic (5), de Oliveira, Ristovska (1).
http://www.thueringer-hc.de/de/
11.Mrz.17 / Stephanie Lapp / Roman Knabe - Foto: Thüringer HC