Bittere Niederlage
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 28. Januar 2021
HANDBALL BUNDESLIGA: Neckarsulmer
Sportunion – Thüringer HC 38:32
Neckarsulm. (27.Jan.21/ Bernd Hohnstein/ Andreas Hofmann/ Sarah Lapp) Mit einer
bitteren 32:38-Niederlage gegen die Neckarsulmer Sport-Union beendet
der Thüringer HC die Hinrunde der Handball Bundesliga Frauen. In
einem Spiel, das geprägt war von einer in Angriff und Verteidigung
offensiv agierenden Gastgebermannschaft, kam der THC nie richtig ins
Spiel. Auf alles, was der THC versuchte, hatten die Schwäbinnen
immer die passende Antwort. Für die NSU trugen sich Lynn Knippenborg
und Irene Espinola Perez mit je acht Treffern in die Torschützenliste
ein. Marketa Jarabkova erzielte neun Tore für den THC. Schon zu
Beginn zeigten beide Mannschaften, dass man sich nichts schenken
wird. Dem schön heraus gespielten Führungstreffer der Union folgte
der schnelle Ausgleich des Thüringer HC und direkt in nächsten
Angriff der Führungstreffer der Gäste. Der THC nahm die Führung
nicht auf die leichte Schulter und legte weiter nach. Die
Neckarsulmer Sport-Union bewies in dieser Saison mehrfach ihre Klasse
über die gesamte Spielzeit. Jeden Treffer des THC beantworteten die
NSU-Damen und glichen in der neunten Minute zum 4:4 aus, zwei Minuten
später dann die 6:5-Führung der Schwäbinnen. Nun war es am
Thüringer HC, einem Rückstand hinterherzulaufen. Technische Fehler
und einige unglückliche Würfe auf das Tor der NSU ließen den
Abstand anwachsen. Beim Stand von 9:6 griff Herbert Müller in der
fünfzehnten Minute das erste Mal zur grünen Karte. Dank der
Reaktion von Marie Skurtveit Davidsen, die einige Bälle von der
Linie fischte, vergrößerte sich der Vorsprung nicht. Die
Thüringerinnen spielten im Angriff nun ohne Torfrau, das erkannte
Sarah Wachter und schickte beide Mannschaften mit 12:9 in die
Schlussphase der ersten Spielhälfte. Deutlich sichtbar war die
fehlende Konstanz in der Verteidigung und bei der Chancenverwertung
aufseiten des THC. Den wichtigen Anschlusstreffer zum 13:12 erzielte
Marketa Jerabkova von der Strafwurflinie knapp drei Minuten vor der
Pause. Dem Druck der Neckarsulmerinnen hatte der THC wenig
entgegenzusetzen und so gingen beide Mannschaften beim Stand von
16:13 in die Pause. Den besseren Start aus der Pause erwischten die
Sport-Union. Drei Treffer der NSU-Frauen in Folge zwangen Herbert
Müller schon nach knapp zwei Minuten zur Auszeit (19:13). Ein nun
schon deutlicher Rückstand. Die eigenen Chancen wurden vom Thüringer
HC etwas besser genutzt, der Gastgeber hielt mit eigenen Treffern den
Abstand aber über weite Strecken bei fünf bis sechs Toren. Mit dem
Strafwurftreffer von Lynn Knippenborg zum 28:23 ging es in die
Schlussviertelstunde. Mit der vorgezogenen Abwehr hatten die Frauen
von Herbert Müller so ihre Probleme, der NSU bot es ein probates
Mittel, ihre eigenen Angriffe aufzubauen. Tanja Logvin hatte ihr Team
gut auf den THC vorbereitet, der zwar weiter kämpfte, aber den
Vorsprung nicht verringern konnte. Fünf Minuten vor dem Abpfiff traf
erneut Marketa Jerabkova von der Strafwurflinie zum 34:29. Die Zeit
lief dem THC davon und das Spiel war bereits in dieser Phase
entschieden. Die Führung würden sich die Neckarsulmerinnen nicht
mehr nehmen lassen und beide Teams tauschten die Tabellenplätze. Mit
einer überraschend deutlichen 38:32-Niederlage für die
Thüringerinnen geht der Sieg der Sport-Union in dieser Höhe in
Ordnung.
Halbzeit: 16:13.
Schiedsrichter: Thomas Hörath,
Timo Hofmann.
Zuschauer: keine
(Ballei-Sporthalle Neckarsulm).
Siebenmeter: NSU 2/3, THC 4/4.
Zeitstrafen: NSU 1, THC 0.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Ekenman-Fernis 4, Scheffknecht 6, Iskit 4, Großmann, Rühl
1, Kündig 2, Huhnstock, Neidhart 3, Jerabkova 9/4, Huber 3.
Neckarsulmer SU: de Gois,
Wachter 1 – Kalmbach 3, Senvald 2, Hendrikse 4, Knippenborg 8/2,
Wick, Perez 8, Kooij 5, Nieuwenweg, Kretzschmar 2, Moser 5.
thueringer-hc
27.Jan.21 / Bernd Hohnstein / Andreas Hofmann / Sarah Lapp - Foto: Christian Heilwagen (Archiv)