Beim Tabellenführer chancenlos
Geschrieben von
y4u am
Mittwoch, 08. Februar 2017
HANDBALL
BUNDESLIGA: SG BBM Bietigheim – Thüringer HC
30:20
Bietigheim. (08.Feb.17/ Bernd Hohnstein) Der Thüringer HC unterlag der
favorisierten SG BBM Bietigheim mit 20:30 und beendet die erste
Halbserie mit 22:4 Punkten. Die meisten Treffer der Partie erzielte
für den Gastgeber Angela Malestein (10), für den Thüringer HC war
Lydia Jakubisova mit vier Treffern die erfolgreichste Werferin.
Kapitänin Kerstin Wohlbold übernahm von Beginn an Verantwortung im
Spitzenspiel und sorgte mit einem sehenswerten 1-gegen-1 für die 1:0
Führung ihrer Mannschaft. Die Thüringerinnen kamen besser in die
Partie. Der Rückraum war hellwach und zeigte sich treffsicher.
Torfrau Dinah Eckerle parierte beim Stand von 3:1 einen Strafwurf
gegen Maura Visser. Auf der Gegenseite erhöhte Kerstin Wohlbold. Der
Tabellenerste glich mit drei Blitzangriffen aus, Susann Müller mit
zwei Rückraumkrachern und Luisa Schulz vom Kreis sorgten für das
4:4. Die Abwehr von Bietigheim hatte sich jetzt stabilisiert und
bereitete dem THC-Angriff nun mehr Mühe. Der amtierende Deutsche
Meister blieb aber weiterhin im Front. Die Thüringerinnen machten
das Spiel breit. Vollendete Angriffe über die Außenspielerinnen und
1-gegen-1-Treffer der Rückraumspielerinnen waren das Mittel zum
Erfolg gegen die großgewachsenen Gegenspielerinnen. Nach neunzehn
Minuten führten die Gäste mit 9:7, den neunten Treffer markierte
Lydia Jakubisova von der Außenposition. Das Spiel entwickelte sich
zu einem echten Krimi. Der THC legte vor, doch Bietigheim glich
sofort wieder aus. In der 24.Minute konnte der Favorit das erste Mal
in Führung gehen. Kim Naidzinavicius traf aus dem Rückraum zum
12:11. Herbert Müller nahm darauf seine erste Auszeit. Diese zeigte
kein Wirkung. Die Thüringen zeigten jetzt Nerven und leisteten sich
mehrere Abspielfehler und Fehlwürfe. Bietigheim konnte dadurch seine
Führung ausbauen. Angela Malestein traf von Rechtsaußen zum 16:11
und sorgte damit für den Pausenstand. Durch fünf schwache Minuten
verbaute sich der THC eine gute Ausgangsposition für die zweite
Hälfte. Der Tabellenführer konnte den THC vorerst auf Distanz
halten. Die Thüringerinnen taten sich schwer im Angriff. Torhüterin
Dinah Eckerle vereitelte zwei weitere Strafwürfe und Szimonetta
Planeta sorgte mit einem Rückraumkracher für den
15:18-Anschlusstreffer. Doch der Thüringer HC blieb abschlusschwach
gegen eine stark haltende Tess Wester. Mehrere Großchancen wurden
vergeben und auch in Überzahl konnte der Abstand nicht weiter
verkürzt werden. Nach 44 Minuten führte der Gastgeber mit 20:16.
Trainer Martin Albertsen nahm seine zweite Auszeit. Die THC-Mädels
kämpften um den Anschluss, leisteten sich aber immer wieder einfache
technische Fehler. Dagegen spielte Bietigheim seine ganze Routine aus
und nutzte seine Chancen. Maura Visser erhöhte in der 47. Minute auf
22:17. Trainer Herber Müller bat seine Mädels noch einmal zum
Gespräch, doch auch dies zeigte keine Wirkung. Freistehend
scheiterte Kreisspielerin Meike Schmelzer und dem Thüringer HC lief
so langsam die Zeit davon. Die Angriffe dauerten zu lange, kein
Durchkommen durch die Abwehr der Gastgeberinnen. Spätestens mit dem
23:17 durch Nina Müller war der Sieg den Bietigheimern kaum noch zu
nehmen. Herbert Müller nahm seine letzte Auszeit, um das Spiel
irgendwie doch noch umzubiegen. Doch Bietigheim war einfach zu stark.
Jeder Fehler wurde jetzt bestraft und auch das Spiel sieben gegen
sechs brachte keine Wendung. Zweimal nacheinander landete der Ball im
leeren THC-Tor und so wuchs der Abstand auf 26:18 an. Am Ende siegt
Bietigheim völlig verdient mit 30:20 und führt damit souverän die
Tabelle der ersten Bundesliga an.
Halbzeit: 16:11.
Schiedsrichter: Marcus Hurst, Mirko Krag.
Zuschauer: 1276 (Sporthalle am Viadukt Bietigheim).
Siebenmeter: Bietigheim 0/3, THC 3/4.
Zeitstrafen: Bietigheim 3, THC 1.
Thüringer
HC: Krause, Eckerle – van de Wiel, Scheffknecht, Pintea (2),
Schmelzer (1), Niederwieser (1), Diaz, Luzumova (3), Engel (3/3),
Houette (2), Jakubisova (4), Kiedrowski, Wohlbold (3), Planeta (1).
Bietigheim: Roch, Salamakha, Wester (1) – Biltoft (1), Visser (3), Yttereng,
Lauenroth (3), Mack, Müller (2), Smeets (1), Schulze (1), Eriksen,
Naidzinavicius (5), Woller, Müller (3), Malestein (10).
http://www.thueringer-hc.de/de/
08.Feb.17 / Bernd Hohnstein - Foto: Thüringer HC