Auswärts gepunktet
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 02. Mai 2021
HANDBALL BUNDESLIGA: SV
Union Halle-Neustadt – Thüringer HC 25:35
Halle/S. (01.Mai
21/ Bernd Hohnstein/ Andreas Hofmann) Der Thüringer HC gewinnt das
Ostderby auswärts gegen die SV Union Halle-Neustadt mit 35:25.
Einmal im Spiel ließ der THC nichts anbrennen, hielten das Tempo
hoch und baute die Führung bis zur Halbzeit auf fünf Tore aus.
Dennoch zeigten sich die Gastgeberinnen über die gesamte Spielzeit
kämpferisch, trotzdem konnten sie die Niederlage gegen den THC mit
zehn Toren unterschied, nicht verhindern. Beste Werferin der Union
war Sophie Lütke mit zehn Toren. Für den THC erzielte Marketa
Jerabkova zwölf Treffer. In der zweiten Minute gingen die
Saalestädterinnen in Führung, doch der Ausgleich des THC folgte
sofort. Nach einer tollen Parade von Anica Gudelj gegen das
Tempogegenspiel von Nina Neidhart traf Emma Ekenman-Fernis zur ersten
Führung der Gäste. Die Mannschaften tasteten sich in den ersten
fünf Minuten vorsichtig ab und spielten auf Augenhöhe. Die
Abwehrreihen beider Mannschaften störten den Spielaufbau der
Gegnerinnen früh und so ergaben sich Lücken in den Abwehrreihen,
die von beiden Seiten genutzt wurden. In der neunten Minute versenkte
Sophie Lütke den ersten Strafwurf für die Hallenserinnen, die SV
Union lag erstmals mit zwei Toren vorn. Der Thüringer HC verkürzte
sofort. Durch ein Unterzahlspiel, Helena Mikkelsen musste auf die
Bank, glich Halle mit der siebten Feldspielerin aus. Lydia Jakubisova
erkannte ihre Chance und netzte aus der eigenen Spielfeldhälfte
direkt zur 7:6-Führung ihrer Mannschaft ein. Nach dem nächsten
Treffer nahm Jan-Henning Himborn das erste Team-Timeout. Die Wildcats
gingen mit zwei Kreisspielerinnen in den Angriff und beschäftigte so
die THC-Abwehr. Mitte der ersten Halbzeit verteidigten die Gäste
ihre Zweitoreführung (8:10). Den ersten Strafwurf für die
Thüringerinnen versenkte Marketa Jerabkova sicher zum 8:12. Die
Gäste waren im Spiel und baute Step by Step die Führung aus. Die SV
Union machte es den Gegnerinnen mit so einigen technischen Fehlern
einfach. Noch knapp neun Minuten standen auf der Spieluhr, nach dem
9:14 nahm Union-Coach Jan-Henning Himborn bereits das zweite Team
Timeout. Mit Erfolg, Halle-Neustadt zwang den THC zu Fehlern und
nutzten sich ergebende Chancen, um auf 11:14 zu verkürzen. In der
25.Minute bat Herbert Müller seine Damen an die Seitenlinie. Der
Thüringer HC versuchte das Tempo hochzuhalten und die Wildcats zu
Fehlern zu provozieren. Die Union hielt lange dagegen, konnte jedoch
die 12:17-Halbzeitführung des THC nicht verhindern. Schon zu Beginn
der zweiten Spielhälfte holte Josefine Huber einen wichtigen
Strafwurf für ihr Team, den Marketa Jerabkova sicher verwandelte -
12:18. Die Damen von der Saale kamen nicht so recht ins Spiel und es
dauerte knapp fünf Minuten, bis sie den ersten Treffer nach der
Pause erzielten. In der 36. Minute traf Marketa Jerabkova erneut von
der Strafwurflinie zum 13:21, während Emma Ekenman-Fernis knapp eine
Minute später von derselben Stelle an Lara Lepschi scheiterte. Die
Union-Frauen kämpften, der THC stand in der Abwehr sicher und Marie
Skurtveit Davidsen fischte sich einige Bälle auf ihr Tor. Dem hohen
Tempo hatten die Neustädterinnen wenig entgegenzusetzen. Mit vielen
überhasteten Abschlüssen und Fehlwürfen machten es die
Hallenserinnen dem THC einfach, ihr eigenes Spiel durchzudrücken.
Nach 44 Minuten stand ein 16:26 auf der Anzeigetafel. Mit ihrem
fünften Treffer erzielte Lydia Jakubisova das 17:28. In der Abwehr
stand der Gast sicher und störten den Spielaufbau sehr früh, damit
tat sich die Union besonders schwer. Trotz der deutlichen Führung
sah sich der THC einer weiterhin kämpferischen Mannschaft gegenüber,
die sich mühte, den Spielstand zu verbessern. Es war offensichtlich,
dass Halle mit nicht mehr als zehn Toren unter die THC-Räder geraten
wollte. Emma Ekenman-Fernis durchkreuzte die Bemühungen drei Minuten
vor dem Ende und netzte nach Tempogegenstoß zum 24:34 ein. Bis zur
letzten Sekunde reizte die SV Union alle Möglichkeiten aus und
kassierte in der Schlusssekunde noch einen Strafwurf und eine Rote
Karte. Der Thüringer HC gewinnt
das Ost-Derby gegen die SV Union
Halle-Neustadt mit 35:25 und sicherte sich die nächsten zwei
wichtigen Punkte im Kampf um den fünften Tabellenplatz.
Halbzeit: 12:17.
Schiedsrichter: Julian Fedtke,
Niels Wienrich.
Zuschauer: keine
(ERDGAS-Sportarena).
Siebenmeter: Union 5/5, THC 6/7.
Zeitstrafen: Union 4, THC keine.
Thüringer HC: Kuske, Davidsen,
Blazek – Ekenman-Fernis 5, Weyh, Gündel, Schlegel 1, Großmann 1,
Rühl, Kündig 2, Jakubisova 5, Huhnstock 1, Neidhart 5, Jerabkova
12/6, Huber 3.
Union Halle-Neustadt: A. Gudelj,
Sieg, Lepschi – Smit, Heimburg, Gruber 7, Lütke 10/5, Smolik,
Nowak 1, Mikkelsen 4, Funke, Redder 1, Mazzucco, Dierks 1, M. Gudelj
1.
thueringer-hc
01.Mai
21 / Bernd Hohnstein / Andreas Hofmann - Foto: Franziska Braun (Archiv)