Aufwärtstrend bestätigen
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 12. November 2020
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC
Erfurt. (12.Nov.20/ HaJo Steinbach) Am Samstag spielt der Thüringer HC auf
europäischer Bühne: der EHF European League. Die Auslosung für die
dritte Qualifikationsrunde hatte dem Thüringer HC den Bundesligaklub
HSG Blomberg-Lippe beschert. Anwurf gegen den Ligakonkurrenten in der
Salza-Halle ist 18 Uhr. Unter den gegenwärtigen Pandemiebedingungen
ist das sogar ein Glücksfall. Wie man sieht, haben schon drei Klubs,
darunter der dritte deutsche Vertreter im Wettbewerb TuS Metzingen,
wegen der Pandemie-Beschränkungen auf einen Start in der European
League verzichtet. Das Spiel findet wie zuletzt ohne Zuschauer statt.
Erfreulich ist, dass die Mannschaft jetzt nicht irgendwohin nach
Europa reisen muss, wie reizvoll das im internationalen Vergleiche
auch wäre. Im Interesse der Gesundheit und unter den gegenwärtigen
Bedingungen mit Corona-Tests und Quarantäne-Bestimmungen ist dieser
Bundesligavergleich allemal das bessere Los. Mit der HSG
Blomberg-Lippe tritt eine bärenstarke Mannschaft in der Salza-Halle
an. Genau dort hat sie der THC Ende September klar besiegt, aber in
der Bundesliga war das neben der Niederlage in Bietigheim die einzige
Niederlage der Lipperländerinnen. „Die haben einen kompletten
Rückraum verloren und durch junge Spielerinnen ersetzt, das aber
erstaunlich gut hinbekommen“, sagt Helfried Müller. Seiner Meinung
nach ist die HSG mit „die größte Überraschung in der Liga, die
Mannschaft der Stunde, die alles gewinnen kann“. Er erwartet den
Gegner sehr ambitioniert und mit hohem Selbstvertrauen. Es geht neben
dem hohen Ziel, die Gruppenphase der European League zu erreichen, um
die Revanche für die jüngst erlittene Niederlage. „Da aber haben
wir wohl unser bisher bestes Spiel gezeigt“, sagt Helfried Müller.
Im Kader von Blomberg Lippe stehen mit Nele Franz und Malina Marie
Michalczik zwei Top-Werferinnen der Liga, auf die die Abwehr
besonderes Augenmerk richten muss. Der THC beginnt mit einem
Heimspiel ohne seine Fans. Das ist kein wirklicher Vorteil. Dieser
Vergleich geht mit dem Rückspiel über 120 Minuten, dennoch will die
Mannschaft in eigener Halle gewinnen und nach Möglichkeit vorlegen.
Die nächsten zehn Tage haben es für den THC in sich. Zwischen den
beiden EHF-Spielen liegt noch ein Bundesligaspiel in Metzingen. Das
wird eine ebenso große Herausforderung, „auch wenn Metzingen
schlecht in die Saison gestartet ist, ist das noch immer ein
Spitzenteam“, sagt Helfried Müller mit allergrößtem Respekt.
Bevor so ziemlich alle Spielerinnen zu ihren Nationalteams reisen,
entweder an der Europameisterschaft in Dänemark und Norwegen
teilnehmen oder mit ihren Teams die WM-Qualifikation bestreiten,
warten somit harte Bewährungsproben auf das THC-Team. Meike
Schmelzer muss in ein paar Tagen erneut an ihrem zuletzt verletzten
Fuß operiert werden. Sie fällt damit für mehrere Monate aus. Um
Josefine Huber am Kreis zu entlasten, muss Beate Scheffknecht dort
einspringen. Jolina Huhnstock aus der THC-Reserve wird systematisch
für diese Position entwickelt und erhält Einsatzzeiten. Die zuletzt
leicht verletzten Arwen Rühl und Mariana Ferreira Lopes kehren in
den Kader zurück. Ines Khoildi ist weiterhin in Rehabilitation.
thueringer-hc
12.Nov.20 / HaJo Steinbach
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