Aufbäumen nicht belohnt
Geschrieben von
y4u am
Dienstag, 12. Oktober 2010
DRITTE LIGA WEST: HSV Gräfrath – Thüringer HC II 35:33
Solingen. (10.Okt.10/ Steve Hermann) Mit 35:33 (21:16) musste sich die zweite Mannschaft des Thüringer HC geschlagen geben. Im Drittligaspiel bei Spitzenreiter HSV Gräfrath machten die Thüringerinnen vor allem im zweiten Abschnitt mächtig Druck und holten einen Rückstand von 7 Toren auf. Gereicht hat es am Ende trotzdem nicht zu einem Punkt. Dabei startete der THC stark, wenn auch nervös, in die Begegnung und ließ den Gastgebern wenig Raum, sich zu entfalten. Lena Fischer im Tor der Thüringerinnen vereitelte mit ihrer ersten Aktion eine Großchance des HSV Gräfrath und im Gegenzug besorgte Lisa Friedrich das 1:0 für den THC. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie in der sich zunächst keine Mannschaft absetzen konnte. Nach zehn gespielten Minuten lag der THC mit 4:6 in Führung und hatte alle Möglichkeiten, diese noch auszubauen. Die Mannschaft aber agierte vor allem im Angriff zu unkonzentriert und fand im ersten Abschnitt nie zu ihrer gewohnten Abwehrstärke. Zu allem Überfluss drängten sich die beiden Unparteiischen in den Vordergrund und sorgten mit einigen indiskutablen Entscheidungen dafür, dass der Spielfaden beim THC komplett riss. Drei Treffer innerhalb von 60 Sekunden brachten die Gastgeberinnen mit 11:8 (15.) in Führung, worauf der THC mit einer Auszeit reagierte. Genutzt hat die vor allem aber den Gastgeberinnen, die eine ganz schwache Phase der THC-Damen ausnutzten und durch Lisa Nettersheim auf 14:9 davon ziehen konnten. Aber die Gäste bissen sich durch und es keimte kurz Hoffnung auf. Lena Fischer hielt einen Strafwurf und im Gegenzug erzielte der THC das 13:15 und war plötzlich wieder dran. Doch die weiter mangelhafte Chancenverwertung verhinderte, dass die Gäste weiter aufholen konnten. Im Gegenteil. Gräfrath zog weiter seine Kreise und setzte sich bis zum Pausenpfiff auf 21:16 ab. Zu allem Überfluss kassierte der THC aus heiterem Himmel auch noch eine Zeitstrafe gegen die Bank. Die zweite Hälfte begann für den THC besser, auch wenn Lisa Friedrich gleich zweimal frei vorm Tor scheiterte. Gräfrath schaffte es nicht, seine Führung weiter auszubauen, der THC vermochte aber auch nicht, den Rückstand, entscheidend zu verkürzen. Die Gäste präsentierten sich jetzt geschlossener und man merkte, dass sich der THC nicht mit einer Niederlage abfinden wollte. In den letzten 15 Minuten starteten die Thüringerinnen eine Aufholjagd. Dem 29:26 durch Franziska Fuhrmann folgte kurz darauf der 29:28-Anschlusstreffer (47.) durch Geburtstagskind Ana-Maria Hamciuc. Die Gastgeberinnen hatten dem THC nicht viel entgegenzusetzen und wussten wohl selbst nicht, wie ihnen geschah. Vor allem mit der offensiven Deckung des THC hatten sie so ihre Probleme. Erst die Auszeit der Solingerinnen unterbrach den Lauf des THC. Noch einmal konnten sich Damen aus der Messerstadt mit 3 Treffern absetzen (32:29) bevor der THC wieder Druck machte. Immer wieder schaffte es die Puttfarken-Sieben, den Anschluss herzustellen (32:31, 33:32), für den Ausgleich oder aber die eigene Führung hat es aber leider nicht gereicht. In den letzten vier Minuten dezimierte sich die Mannschaft durch zwei Zeitstrafen selbst und machte damit selbst alle Chancen auf einen Punktgewinn zunichte. Am Ende setzte es eine 35:33-Niederlage, die aber wieder vermeidbar gewesen wäre.
Halbzeit: 21:16.
Zuschauer: 250.
Siebenmeter: HSV 3/4, THC 2/2.
Zeitstrafen: HSV 2, THC 4.
Thüringer HC: Fischer – L. Friedrich (6), Gebbert, Ackermann (3), Hamciuc (3), Pryjomysz (2), Fuhrmann (2), Blase, Minevskaja (12/2), Jahn (5).
HSV Gräfrath: Nassenstein, Guddas – Ashauer (11), Nettersheim (9/2), Wohlfromm (6), Huckenbeck (6/2), Bergmann (2), Wiebusch (1), Kamphausen.
10.Okt.10 / Steve Hermann