Auch im Finalspiel souverän
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 01. Juni 2014
HANDBALL BUNDESLIGA: HC
Leipzig – Thüringer HC 31:39
Leipzig. (31.
Mai.14/ Bernd Hohnstein/ Roman Knabe) Im letzten Spiel der
Bundesliga-Saison besiegten die THC-Damen den HC Leipzig vor rund 2700
Zuschauern in der Arena Leipzig mit 39:31. In einem von beiden Seiten
schnellen und durchweg fairen Spiel, erzielten Saskia Lang (9) für
Leipzig und Alexandrina Barbosa (8) für die Gäste die meisten
Treffer. Die Thüringerinnen konnten damit die Meisterschaft ohne
Niederlage und mit einer Statistik von 63:1 Punkten, sowie 1050:759
Toren beenden. Die Leipzigerinnen begannen mit einer offensiv
eingestellten Abwehr. Iveta Luzumova bekam das bereits in der ersten
Aktion zum Tor zu spüren, als sie in der Abwehr des HCL förmlich
"hängen blieb". Den erste Treffer der Partie erzielte
Alexandra Mazzucco (1.), die nach Ballgewinn pfeilschnell gestartet
war. Es sollte die einzige Führung der Leipzigerinnen sein. Nach dem
Ausgleich durch Katrin Engel, ging jetzt jedes Mal der THC in
Führung, die Leipzigerinnen blieben allerdings bis zur zehnten
Spielminute immer wieder dran. Mit dem 8:5 durch Martine Smeets
gelang es den Gästen, sich erstmalig abzusetzen. Maike März glänzte
von Beginn an im THC-Tor und hatte bis zur Pause acht Paraden auf
ihrem Konto. Alexandrina Barbosa, vom Handball-Magazin zur Spielerin
der Saison gewählt, erzielte mit einem tollen Körperdreher das 6:4
für den Thüringer HC. Langsam kam jetzt der Deutsche Meister besser
ins Spiel und baute die Führung auf 11:7 aus. Auf jeden Angriff der
Gastgeberinnen hatte der THC die richtige Antwort. Dass eine Woche
nicht trainiert wurde, merkte man dem Team von Herbert Müller kaum
an. Beim Stand von 14:12 (20.) ging es im Unterzahlspiel gegen den
DHB-Pokal-Sieger weiter, Danick Snelder musste nach Foulspiel
pausieren. Doch hier zeigte der THC seine ganze Routine, die
Drei-Tore-Führung stellten Tore von Nadja Nadgornaja und Sonja Frey
(16:13/23.) sicher. Anne Müller holte nun den ersten Strafwurf für
den HCL heraus, den Maura Visser sicher an Maike März vorbei ins Tor
brachte. Der 17. Treffer gelang erneut Sandy Barbosa, die aus einer
Standardsituation den Ball ins rechte Eck zirkelte. Innerhalb von
zwei Minuten konnte sich Svenja Huber gleich doppelt in die
Torschützenliste eintragen (14:19/27.). Der letzte Strafwurf, Anja
Althaus versuchte einen Trickwurf, blieb in den Händen von Melanie
Hermann hängen. Beim Stand von 21:17 baten die Unparteiischen zur
Halbzeitpause. In die zweite Hälfte der Partie startete der HCL
konzentrierter. Nach einem an die Latte gehämmerten Siebenmeter von
Sandy Barbosa, gelang Sakia Lang die Verkürzung auf 19:21 aus
HCL-Sicht. Doch durch Treffer von Engel und zweimal Barbosa war in
der 35.Minute der Fünf-Tore-Abstand wieder hergestellt. Starke Pässe
der Leipzigerinnen an den Kreis zur 1,92 großen Luisa Schulze,
sorgten in dieser Phase dafür, dass die Gastgeberinnen auf
Tuchfühlung blieben. Saskia Lang sorgte für viel HCL-Angriffsdruck
und erzielte mit ihren dynamischen Aktionen neun eigene Treffer und
konnte mehrfach ihren Kreisspielerinnen mit guten Pässen zu Toren
verhelfen. Doch der THC fand immer wieder die Lücken in der
Leipziger Abwehr, Tore von Luzumova und Snelder hielten die
Gastgeberinnen weiter auf Distanz (51./33:28). Als Nadja Nadgornaja,
heute besonders treffsicher, fünf Minuten vor Schluss mit zwei
schönen Treffern die erste Sieben-Tore-Führung erzielte, waren alle
Zweifel ausgeräumt. Der THC erfüllte mit einem 39:31 gegen den
Zweiten der Liga, das selbst gestellte Ziel: die Meisterschaft ohne
Niederlage. Und dafür gab es in der Arena viel Applaus und Standing
Ovations der Fans.
Halbzeit: 17:21.
Schiedsrichter: Lars Geipel,
Marcus Helbig.
Zuschauer: 2679 (ARENA Leipzig).
Siebenmeter: HCL 5/5, THC 3/5.
Zeitstrafen: HCL 1, THC 1.
Thüringer HC: Krause, Eckerle,
März – Nadgornaja (6), Frey (2), Smeets (2), Snelder (5), Luzumova
(7/3), Engel (6), Althaus, Blase, Mietzner, Huber (3), Barbosa (8).
HC Leipzig: Herrmann, Plöger –
Visser (4/1), Mazzucco (4), Müller (3), Bont, Schulze (2/1), Kudlacz
(6/3), Hubinger (2), Lang (9), Müller (1).
31.
Mai.14 / Bernd Hohnstein / Roman Knabe
Auch im Finalspiel souverän
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