Am Ende zählen die Punkte
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 27. Februar 2020
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – Neckarsulmer SU 25:20
Erfurt. (26.Feb.20/ Martin Holzheier) Der Thüringer HC holt sich in einem
Kampfspiel einen 25:20-Sieg gegen die Neckarsulmer Sportunion in
eigener Halle. Die Gastgeberinnen kamen wieder schwer ins Spiel und
konnten sich erst vor dem Ende der Spielzeit mit fünf Toren
absetzen. Es gelang dem THC nicht, den Druck und das Tempo zu
erhöhen, um so den Gästen das eigene Spiel aufzuzwingen. Beste
Torschützin aufseiten der Gäste war Beate Scheffknecht mit acht
Treffern. Bei der Neckarsulmer Sport-Union war Birna Haraldsdottir
mit sieben Treffern erfolgreich. Nach den zwei schmerzlichen
Auswärtsniederlagen, mussten die Thüringer Damen heute vor den
heimischen Fans Farbe bekennen. Ein Sieg war zwingend notwendig, um
die nötigen Punkte zu sammeln und die Platzierung für den
internationalen Handball in der kommenden Saison zu erreichen. Auf
der Verletztenliste der Thüringerinnen gab es indes noch keine
Veränderungen. Laura Kuske musste im Tor aushelfen und erlebte ihren
ersten Auftritt in der Bundesliga. Den ersten Angriff der Gäste
entschärfte Ann-Cathrin Giegerich mit einer Glanzparade, auf der
Gegenseite war Sarah Wachter gleichfalls hellwach und hielt gegen
Lydia Jakubisova. Den Treffer zum 1:0 erzielte Jovana Sazdovska nach
drei Minuten. Die Neckarsulmerinnen ließen sich davon nicht
beeindrucken und gingen per Siebenmeter erstmals mit 2:1 in Führung.
Beide Mannschaften vergaben im Angriff viele klare Gelegenheiten,
sodass nach zehn Minuten nicht mehr als ein 4:3 für den THC auf der
Anzeigetafel stand. Nach weiteren vier Minuten führten die Gäste
wiederum mit 5:4. Die Frauen von Trainer Herbert Müller bekamen den
Ball einfach nicht ins Tor oder scheiterten an Sarah Wachter im Tor
der Schwäbinnen. Das Unterzahlspiel, nach einer Zeitstrafe gegen
Emily Bölk, löste der THC gut und ließ nur einen Treffer zu,
sodass es nach 18 Minuten 6:6 stand. Der Coach des Thüringer HC
zeigte sich sichtlich unzufrieden und wurde in seiner ersten Auszeit
sehr deutlich. Die Ansprache schien trotzdem nicht zu fruchten, nach
24 Minuten lagen die THC-Damen nur knapp mit 10:8 vorn. Tore wurden
eher über Einzelaktionen erzielt und nicht heraus gespielt.
Trainerin Maike Daniels nahm nach dem bei dem zwei Tore Rückstand
ihre Auszeit. Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff verwandelte Beate
Scheffknecht den ersten Strafwurf für den THC zum 12:9. In die Pause
ging es, nach einer für beide Mannschaften durchwachsenen ersten
Halbzeit, beim Stand von 13:10. Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff
traf Nele Reimer zum 13:11. Die Thüringerinnen vergaben in der
Startphase der zweiten Spielhälfte mehrfach leichtfertig Chancen und
brachten die Gäste damit zurück ins Spiel. Acht Minuten benötigten
die Gäste vom Neckar, um auf einen Treffer aufzuschließen. Herbert
Müller legte seine zweite Timeout-Karte, da er dem planlos wirkenden
Angriff seiner Mannschaft nicht länger zusehen wollte. Er wechselte
durch, aber auch das brachte kein deutlicheres Ergebnis auf der
Anzeigetafel. Nach 44 Minuten gelang den Gastgeberinnen die erneute
Dreitoreführung, nachdem sich Almudena Rodriguez im Eins-gegen-eins
durchsetzen konnte. Noch zehn Minuten waren zu spielen, da stand es
20:18 für den THC, eindeutig entschieden war das Spiel in dieser
Phase noch nicht. Zu sehr stotterte der Motor im Angriffsspiel der
Thüringerinnen. Dass man das Hinspiel mit neunzehn Toren gewonnen
hatte, war nur noch eine schöne Erinnerung. Mit dem Tor von Lynn
Knippenborg in der 54.Minute zum 21:19, hielten die Gäste das Spiel
weiterhin offen. Mikaela Mässing übernahm Verantwortung und erhöhte
vier Minuten vor der Schlusssirene wieder auf drei Tore, 23:20. Mit
zwei weiteren Toren unterstrich der amtierende Vizemeister seine
Favoritenstellung und gestaltete das Ergebnis für das Team und die
Fans doch noch freundlicher. Das Spiel war bereits abgepfiffen, da
trat Nele Reimer noch zu einem direkten Freiwurf an, den Ann-Cathrin
Giegerich auf der Linie parierte. Mit dem 25:20-Sieg für den THC
blieben die zwei Punkte in Thüringen.
Halbzeit: 13:10.
Schiedsrichter: Colin Hartmann,
Stefan Schneider.
Zuschauer: 763
(Riethsporthalle).
Siebenmeter: THC 2/2, NSU 5/5.
Zeitstrafen: THC 1, NSU keine.
Thüringer HC: Giegerich, Kuske
– Lopes 2, Scheffknecht 8/2, Mazzucco, Rodriguez 2, Sazdovska 1,
Stolle 1, Bölk 3, Großmann 1, Biltoft, Mässing 6, Jakubisova 1.
Neckarsulm: Wachter, Kaminska –
Wolf, Hendrikse 3, Knippenborg 3, Wick, Zeba, Berg Haraldsdóttir
7/5, Reimer 4, Perez, Kooij 3.
thueringer-hc
26.Feb.20 / Martin Holzheier - Foto: Trautvetter (Archiv)