Am Ende Nerven gezeigt
Geschrieben von
y4u am
Donnerstag, 13. März 2014
HANDBALL BUNDESLIGA: Thüringer
HC – TSV Bayer 04 Leverkusen 31:30
Bad Langensalza. (12.Mrz.14/Stephanie Lapp / Roman Knabe) Ein hartes Stück Arbeit wurde von den
THC-Damen vom TSV Bayer Leverkusen abverlangt. Mit 31:30 konnte der
Deutsche Meister die Partie für sich entscheiden, musste aber nach
einer komfortablen 18:12 Halbzeitführung in den Schlussminuten noch
um den Sieg bangen. Die meisten Treffer für den Thüringer HC warfen
Nadja Nadgornaja, Sonja Frey und Katrin Engel (jeweils 8) wogegen bei
den Gästen Denisa Gankovicova und Kim Naidzinavitius je sieben Tore
für ihr Team beisteuerten. Der THC startete optimal in die Partie
und führte durch Treffer von Katrin Engel und Nadja
Nadgornajaschnell mit 2:0. Alexandrina Barbosa wurde auf Manndeckung
genommen, doch dadurch ließen sich die Thüringerinnen nicht
schocken. Für Iveta Luzumova, die wegen einer starken Erkältung
heute nicht zur Verfügung stand, spielte heute Sonja Frey auf der
Spielmacherposition und löste ihre Aufgabe richtig gut. Sie wirbelte
die Leverkusener Abwehr durcheinander, setzte ihre Nebenspielerinnen
immer wieder in Szene und glänzte im 1-gegen-1, wie beim 7:2 in der
8. Minute. Torhüterin Maike März zeigte in diesen Anfangsminuten
einmal mehr ihr ganzes Können und vereitelte mehrere Leverkusen
Großchancen grandios. Beim Stand von 11:5 schaltete der Deutsche
Meister einen Gang herunter und leistete sich einige
Unkonzentriertheiten. Die Bayer-Elfen nutzten diese kleine
Schwächephase und markierten drei Treffer in Folge. Doch die
THC-Frauen fingen sich und bauten die Führung wieder aus. In der 23.
Minute konnte Linksaußen Martine Smeets auch endlich ihren ersten
Treffer zum 13:8 machen, nachdem sie davor mehrmals glücklos
agierte. Bis zur Pause erzielte der Thüringer HC bereits 18 Treffer,
obwohl man auch erneut Großchancen liegen ließ. Leverkusen kam auf
zwölf Tore und so hatte man bereits zur Halbzeit eine komfortable
Sechs-Tore-Führung erreicht. Nach der Pause ein völlig verändertes
Bild. Beim THC war der Spielfaden gerissen. Im Angriff ging nichts
mehr und in der Abwehr schien man noch über die Fehler des Angriffs
nachzudenken, statt abzuwehren. So konnten zweimal Denisa
Glankovikova und Ruta Latakaite ohne Behinderung durch die THC-Abwehr
laufen und die Gäste schmolzen in acht Minuten den THC-Vorsprung
zusammen. In der 38.Spielminute erzielte Kim Naidzinavicius mit einem
verwandelten Strafwurf den Anschlusstreffer zum 18:19 aus
Bayer-Sicht. Jetzt waren die Kämpferqualitäten beim THC gefragt.
Katrin Engel, die kurz vorher noch einen Hundertprozenter vom Kreis
vergeben hatte, und Martine Smeets waren jetzt von den Außen
erfolgreich und hielten den Gegner wieder auf kurzer Distanz. Erst in
der 47. Minute hatten die Gastgeberinnen sich wieder ein
Vier-Tore-Polster erarbeitet.In dieser Phase zeigte Jana Krause,
jetzt für Maike März im THC-Tor, starke Paraden, doch es lief nicht
für den THC. Zwei Fehlpässe in Folge ließen die Gäste mit
einfachen Treffern wieder auf 26:28 herankommen. (53.Min) Kurz darauf
entschieden die Unparteiischen auf Strafwurf gegen den THC und Kim
Naidzinavitius traf zum 27:28 Anschluss. Jetzt war die Nervosität
nicht mehr zu überbeiten und Leverkusen glaubte an seine Chance. In
einem Schlagabtausch waren es jetzt Ruta Latakaite-Willig beim TSV
und beim THC Katrin Engel, die die Nerven bei ihren Würfen
behielten. Am Ende gab es einen denkbar knappen 31:30 Erfolg für die
Thüringerinnen. Zwei wichtige Punkte eingefahren, ab jetzt dreht
sich alles nur noch um das Sonntagspiel in Ikast. Dort möchte man
gern gegen den FC Midtjylland alle Stärken zeigen und die Sensation
mit dem Einzug in das Final Four.
Halbzeit: 18:12.
Schiedsrichter: Lars Geipel,
Marcus Helbig.
Zuschauer: 950 (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 1/1, Bayer 6/7.
Zeitstrafen: THC 3, Bayer 0.
Thüringer HC: Krause, Eckerle,
März – Nadgornaja (8), Frey (8), Smeets (3), Snelder (2),
Luzumova, Engel (8), Althaus, Blase, Mietzner, Huber (2/1), Barbosa.
Bayer Leverkusen: Hagel,
Salamakha – Zapf, Seidel (1), Extremado (1), Verschuren (2),
Latakaite-Willig (6), Glankovicova (7), Naidzinavicius (7/6), Lovgin,
Jörgens, Comans (6).
12.Mrz.14 / Stephanie Lapp / Roman Knabe