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Samstag, 04. Februar 2012
HANDBALL

HANDBALL DHB-POKAL: Thüringer HC – Buxtehuder SV  28:37
 
Bad Langensalza. (04.Feb.12/ Bernd Hohnstein) Mit einer klaren Niederlage gegen den Buxtehuder SV verabschiedet sich der Thüringer HC bereits im Achtelfinale aus dem DHB-Pokal. Vor 820 Zuschauer in der Salza-Halle trennten sich beide Mannschaften 28:37. Erfolgreichste Werferin für den Thüringer HC wurde mit sieben Treffern Nadja Nadgornaja. Isabell Klein war achtmal für den BSV erfolgreich. Innerhalb einer Woche das zweite Spiel gegen den Ligakonkurrenten Buxtehuder SV. Große Veränderungen gab es auf Seiten beider Teams nicht. Der Neuzugang Melinda Anamaria Geiger lief erstmals für den Thüringer HC auf. Melissa Luschnat ersetzt die verletzte Jana Stapelfeldt beim BSV. Beiden Teams sah man schon in der Erwärmungsphase den Siegeswillen an. Buxtehude machte dabei schon einen anderen Eindruck als in der vergangenen Woche. Anwurf in der Salza-Halle hatte der Thüringer HC. Die Buxtehuder Abwehr begann wesentlich offensiver und dynamischer. Maike März blieb es vorbehalten, den ersten Angriff der Gäste zu stoppen. Keine Mannschaft brachte ihre Angriffe zum Torerfolg. Erst ein Strafwurf, verwandelt von Katrin Engel in der 5. Spielminute, brach den Bann. Der Angriffsmotor des Buxtehuder SV lief stotternd an. Erst in der 7. Minute kamen die Gäste zum ersten Treffer. Die Gastgeberinnen zogen mit ihrem schnellem Tempospiel auf 5:2 davon. Vier Minuten später passten Abwehr und Angriff beim BSV zusammen und die Gäste schlossen zum 5:4 auf. Die offensive Abwehr des BSV stand gut und verhinderte weitere THC-Treffer. Den Ausgleich konnte Maike März zuerst noch abwehren, doch dann zog Katja Langkeit durch und schaffte das 5:5. In der ersten Viertelstunde deutete sich das er wartet knappe Spiel an. Führung THC, Ausgleich BSV, so vergingen die nächsten Minuten bis zum 8:7. Danick Snelder musste in dieser Phase auf die Bank. Buxtehude nutzte das Überzahlspiel nicht, die Thüringerinnen konnten stattdessen mit 9:7 davonziehen. Keinen guten Dienst erwies Jana Krause ihrem Team, als sie wegen deutlicher Unzufriedenheit mit der Schiedsrichterentscheidung zwei Minuten auf die Bank musste. Engel nutzte das Überzahlspiel und stellte den Vorsprung zum 10:8 wieder her. Trotz der Zeitstrafe gelang dem Gast der Ausgleich zum 10:10. Beim THC häuften sich jetzt die Fehler. Diane Lamein nutzte dies um die erstmalige Führung zum 10:11 herzustellen. Herbert Müller hatte genug gesehen und nahm sein Team-Time-Out in der 24. Minute. Der Torerfolg ließ auf sich warten. Isabell Klein verwandelte munter weiter und brachte nun den BSV mit zwei Treffern nach vorn. Das Blatt hatte sich gewendet, durch Fehler im Passspiel und im Abschluss vergab der THC seine Führung und lag zwei Minuten vor dem Abpfiff der ersten Spielhälfte mit 11:15 zurück. Immer wieder versuchte die Thüringerinnen mit überhasteten Aktionen ihr Glück. Dass Herbert Müller in der Pause deutliche Worte an seine Mannschaft richten würde war abzusehen, mit 12:16 ging es in die Kabinen. Und es sollte so weiter gehen. Schon im ersten Nachpausenangriff setzte Isabell Klein mit einem Schlagwurf den ersten 5-Tore-Vorsprung. Einzig Nadja Nadgorna zeigte jetzt Mut zum Wurf und setzte zwei Treffer. Gegen die Buxtehuder druckvollen und ideenreichen Angriffsaktionen fand die THC-Abwehr keine Mittel und sechs Minuten lang war jeder ihrer Angriffe erfolgreich. (17:21/ 37.) Vor allem die Rechtsaußenposition wurde immer wieder gesucht und Friedrike Lütz bedankte sich mit sehenswerten Treffern. Zwei erfolgreiche Fernwürfe von Kerstin Wohlbold schafften eine Verkürzung auf zwischenzeitlich vier Treffer, aber statt geordnete Angriffsaktionen gab es nur Einzelaktionen. In dieser Phase zeigten die Gäste hohe Konzentration im Angriff und enormen "Abwehr-Biss". (20:25, 44.Min) Herbert Müller hatte nach 40 Minuten im Tor gewechselt, für die 16jährige Dinah Eckerle eine undankbare Aufgabe, hatte sie doch fast nur Würfe aus Nahdistanz und Strafwürfe zu parieren. Nach dem 28:21 durch Randy Bühlau wurde sie erlöst, Maike März war zurück. Aber die Konstellation änderte das nicht. Die Körpersprache beider Teams passte symptomatisch zum Spielstand (23:29/ 50.). Beim THC häuften sich weiter Passfehler und Buxte blieb seiner spielerischen Linie treu. Fast fehlerfrei hatten die Rand-Hamburgerinnen die zweite Hälfte dominiert und ließen bis zum Schluss nichts mehr anbrennen. Im Angriff ohne Struktur und in der Abwehr hatte der aktuelle Tabellenführer keine Chance den hoch verdienten Erfolg der Gäste zu verhindern. Katja Langkeit, die ein tolles Spiel machte, setzte mit einem schönen Kempa-Treffer den Schlusspunkt zum 37:28-Sieg und dann gab es einen Freudentanz der Mädels und Trainer Dirk Leun. „Wenn man 37 Tore im Spiel bekommt, spricht das Bände. Wir sind in der Abwehr in keinen einzigen Zweikampf gekommen. Damit haben wir Buxte viele einfache Tore gestattet und zusätzlich noch vorne die technischen Fehler gemacht, fast jeder Abpraller landete heute beim Gegner. Buxtehude hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Ich kann nur gratulieren und wünsche jetzt auch dem Team den Pokalsieg“, erklärte THC-Coach Herbert Müller.
 
Halbzeit: 12:16.
Zuschauer: 820 (Salza-Halle).
Siebenmeter: THC 5/5, BSV 4/4.
Zeitstrafen: THC 2, BSV 4.
Thüringer HC: Eckerle, März – Nadgornaja (7), Schröder, Reiche, Jahn, Karsten (2), Snelder (5), Popluharova (1), Engel (6/5), Stuparicova, Borges-Mesquita (4), Wohlbold (3), Geiger.
Buxtehuder SV: Lenz, Krause – Namat, Klein (8/1), Fischer, Bülau (4), Lütz (3), Lamein (6/3), Luschnat, Langkeit (7), Oldenburg (1), Hayn, Techert (5), Melbeck (3).


04.Feb.12 / Bernd Hohnstein

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