Rockets brauchen einen Erfolg
Geschrieben von
y4u am
Dienstag, 14. Februar 2017
BASKETBALL PROA: Oettinger
Rockets
Erfurt. (10.Feb.17/ Max Meß) Das haben sich die Verantwortlichen der
Oettinger Rockets anders vorgestellt: Vor dem Spiel am Dienstag gegen
die Hebeisen White Wings aus Hanau sind die Oettinger Rockets nach
der 86:98-Heimniederlage in der Messe Erfurt gegen Heidelberg aus den
Play-Off-Rängen geflogen. Genau neun Spiele haben die Raketen Zeit,
das wieder zu ändern. Schon am Dienstag um 19.30 Uhr gegen Hanau
soll dies gelingen. „Es ist keine Frage, für uns kommt eine Zeit
der Endspiele“, macht sich Wolfgang Heyder, sportlicher Leiter der
Rockets, da gar keine Illusionen. Doch mit dem Trainerwechsel –
Ivan Pavic kam für Chris Ensminger – und der Neuverpflichtung von
David Hicks kurz vor dem Ende der Transfer-Periode gibt es für die
Mannschaft keine Ausreden mehr. „Die Mannschaft hat jetzt zwölf
Tage Zeit, sich auf das Spiel gegen Hanau vorzubereiten. Für uns
gilt deshalb nur ein Sieg“, meint der sportliche Leiter angesichts
des bereits existierenden Vier-Punkte-Rückstandes auf die White
Wings. Doch Bange-Machen gilt nicht. Die Neuverpflichtung des 1,83
Meter großen Shooting Guards David Hicks beispielsweise machte
Schlagzeilen über Thüringen hinaus. Hicks, der auch schon für
Science City Jena spielte, hat einen Vertrag bis zum Saisonende
unterschrieben. Der Coach Ivan Pavic ist von ihm angetan: „Als
Trainer in Baunach hatte ich es in der Play-off-Serie 2014 mit David
zu tun. Damals hat er sich ein packendes Duell mit Marcos Knight –
der mein Spieler in Baunach war – geliefert“, erinnert sich Head
Coach Ivan Pavic. Dieser ist vom Einsatz, den der Neuzugang an den
Tag legt, voll und ganz überzeugt: „David ist unheimlich bissig
beim Rebound und ein Super-Verteidiger.“ Im Angriff ist er laut
Pavic „mit seinem starken Zug zum Korb und mit seinem sehr guten
Wurf, den er selbst kreieren kann, eine echte Verstärkung“. Beim
Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter der Woche gegen
Erstligisten Würzburg wurde Hicks Topscorer mit 22 Punkten. Für den
Head Coach hat der Neuzugang auch während der Trainingseinheiten die
richtige Einstellung an den Tag gelegt – wie der Rest der
Mannschaft auch: „Im Training hat die Mannschaft in dieser Woche
weiter hart und aggressiv trainiert – und dabei auch weiter
körperlich an sich gearbeitet. Wir haben das schnelle Umkehrspiel
trainiert, die Stimmung ist gut.“ Jetzt geht der Blick nach vorn,
wie der Coach bestätigt: „Ich plane von Spiel zu Spiel und will
jede Partie gewinnen. Ich setze auf maximalen Erfolg und bin
überzeugt, dass die Oettinger Rockets mit diesem Personal das
Potential für einen Spitzenplatz in der Liga haben.“ Auch der
ergebnismäßig missglückte Auftakt gegen Heidelberg wird den Head
Coach nicht vom Weg abbringen: „Ich stehe als Trainer für die
Devise: hinten hart, schnell und aggressiv nach vorn und erfolgreich
zum Abschluss kommen“, umreißt er seine Strategie, die er am
Dienstag gegen Hanau erfolgreicher umsetzen möchte als gegen
Heidelberg. Pavic weiß, dass er und sein Team gefordert sind: „Wir
machen uns selbst auch Druck und werden sehr gut vorbereitet in die
Partie gehen.“ Der Head Coach weiß, worauf es gegen Hanau ankommen
wird: „Sie sind eine sehr gut zusammengestellte Mannschaft, spielen
sehr physisch und gehen mit aller macht zum Rebound. Die
Rebound-Duelle zu gewinnen wird der Schlüssel sein.“ Ebenfalls
will Pavic die beiden starken Amerikaner Harris und Pinkins vom „in
den Griff kriegen“. In der Statistik liegen die Oettinger Rockets
über die Saison in vielen wichtigen Kategorien vorn. So werfen sie
prinzipiell besser als Hanau. In Dreipunkt-, Zweipunkt und Freiwürfen
weißen die Raketen höhere Prozente vor. Dazu spielen sie mehr
Assists und haben eine höhere Effektivität. „Die einzige
Statistik, die für mich zählt, ist das Hanau in der Tabelle vor uns
steht“, so Pavic. Diese Konstellation will der Head Coach ändern.
Fakt ist, dass durch die Mannschaft ein Ruck ging: „Bei mir sind
alle Spieler gleich, jeder hat die gleichen Chancen sich im Team zu
behaupten. Es zählt allein die Leistung.“ Die muss – geht es
nach Wolfgang Heyder – am Dienstag stimmen. „Wir brauchen einen
Erfolg – und dafür brauchen wir unsere Fans“, appelliert der
Sportchef zum Besuch der Messehalle.
10.Feb.17 / Max Meß - Foto: Wolfgang Gleichmar
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