Plan nicht aufgegangen
Geschrieben von
y4u am
Montag, 31. Oktober 2016
BASKETBALL PROA: Gladiators
Trier – Oettinger Rockets 78:69
Trier. (29.Okt.16/Max Meß) „Es ist immer noch früh in der Saison“, betont Chris
Ensminger, Head Coach der Oettinger Rockets. Dennoch stehen die
Raketen nicht da, wo sie stehen wollen. Momentan haben sie vier Siege
und drei Niederlagen erspielt. In der Tabelle der 2.
Basketball-Bundesliga ProA bedeutet das der achte Platz. Auch Schuld
daran: Die Niederlage vom vergangenen Samstag gegen die Römerstrom
Gladiators Trier. Endstand: 78 zu 69. Dabei ging es für die Gäste
in der Arena Trier sehr gut los. Im ersten Viertel führten die
Raketen zwischenzeitlich mit 15:6. Nach den ersten zehn Minuten
standen aber je achtzehn Punkte auf beiden Seiten der Anzeigetafel.
Wenn die Oettinger Rockets eine gute Phase im Spiel erwischten,
schaffte es Trier immer wieder, den Abstand nicht zu groß werden zu
lassen. Die Gäste führten zwar die meiste Zeit des Spiels,
schafften es aber nicht, sich abzusetzen. Das bewiesen auch die
Zwischenstände zur Halbzeit (32:36) und zur Pause vor dem letzten
Viertel (50:52). Im finalen Abschnitt bewiesen die Trierer dann
echten Killer-Instinkt. Über das ganze Spiel hielten sie die
Schlagdistanz und dann schlugen sie zu: Fünf Minuten vor dem Ende
gingen die Gladiatoren mit 63:61 in Führung. Eine wichtige Rolle in
dieser Phase spielte dabei der 18-jährige Sebastian Herrera
Kratzborn, der innerhalb von einer Minute zwei Dreier durch die Reuse
schickte. Bei sieben Versuchen im ganzen Spiel waren es die einzigen
beiden (29 Prozent). Dank einer deutlichen Steigerung im letzten
Viertel, das für sich gerechnet 28:17 ausging, gewannen die
Römerstrom Gladiators Trier das siebte Saisonspiel und schoben sich
damit einen Platz vor die Oettinger Rockets. Die offensiv
erfolgreichsten Raketen waren Janek Schmidkunz, Robert Oehle (beide
12 Punkte) und Jaysean Paige mit achtzehn Punkten. Der Topscorer der
Partie kommt aus den Reihen des Siegers und heißt Brandon Spearman
(22 Punkte). „Ich denke, dass wir heute ein Spiel zweier
Mannschaften auf Augenhöhe gesehen haben. Es freut mich, dass wir
auch ohne Simon Schmitz gegen einen so starken Gegner wie die
OeTTINGER Rockets gewinnen können. Die Stimmung in der Arena Trier
hat uns heute im entscheidenden Moment beflügelt. Jedoch sind wir
noch am Anfang unserer Entwicklung und müssen einiges verbessern,
dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen“, meint Marco van
den Berg, Head Coach der Gladiators. „Leider haben wir heute nur 35
Minuten Basketball gespielt“, so Chris Ensminger. Für ihn und sein
Team ist ebenfalls noch Luft nach oben, wie er selbst sagt: „Wir
spielen noch nicht den Basketball, den wir spielen können. Die
Situation gefällt mir auch nicht, aber wir haben einen Plan und
werden diese ändern.“ Zum Glück für die Oettinger Rockets war
das erst der siebte Spieltag. Doch schon am achten sollten sie die
sprichwörtliche Schippe drauflegen. Am 4. November, spielen die
Raketen um 19:30 in Hamburg gegen die Towers. Holen sie dort keinen
Sieg, haben die Rockets ein ausgeglichenes Punkteverhältnis von acht
zu acht (vier Siege, vier Niederlagen). Von solchen Zielen hatten
sich die Oettinger Rockets längst verabschiedet. Schon zwei Tage
später beginnt das nächste Heimspiel in der Messe Erfurt gegen die
Uni Baskets Paderborn um 15 Uhr.
Halbzeit: 32:36.
Viertel: 18:18, 14:18, 18:16,
28:17.
Zuschauer: 1832 (Arena Trier).
Freiwürfe: Gladiators 24 von 30
(80 %), Rockets 18 von 28 (64 %).
Dreier: Gladiators 8/24, Rockets
5/14.
Fouls: Gladiators 25, Rockets
24.
Rebounds: Gladiators 44 (16+28),
Rockets 35 (10+25).
Rockets: DiLeo 7/1, Schmidkunz
12/2, Gibbs 6, Durant, Oehle 12, Kullamäe, Allen, Muldrow 2, Parker
9/1, Gomila 3, Paige 18/1.
Galdiators: Spearman 22/5,
Herrera 15/2, Nicholas 14/1, Joos 6, Dietz 6, van Zegeren 4, Smit 4,
Hennen 4, Eggleston 2, Grün 1, Maisel.
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29.Okt.16 /
Max Meß - Foto: Trautvetter