Niners legen vor
Geschrieben von
y4u am
Montag, 24. April 2017
BASKETBALL PROA: Niners
Chemnitz – Oettinger Rockets 74:63
Chemnitz. (23.Apr.17/ Max Meß) Die Oettinger Rockets haben am vergangenen
Sonntag mit 63:74 gegen die Niners Chemnitz verloren. Nach dieser
Auswärtsniederlage führen die Sachsen mit 1:0 Siegen im Halbfinale
der 2.Basketball-Bundesliga ProA. 63 Punkte sind die wenigsten, die
die Raketen in der aktuellen Saison erzielt haben. „Sicherlich ist
es kaum möglich, mit einer Wurfquote von unter dreißig Prozent ein
Play-Off-Spiel zu gewinnen“, meinte Wolfgang Heyder, Leiter Sport
und Geschäftsentwicklung bei den Rockets. Sie trafen nur zwanzig
ihrer 68 Würfe aus dem Feld (29 Prozent). Das ist mit Sicherheit zu
wenig. Gerade mit Blick auf den Stellenwert dieser Partie. Immerhin
geht es um den Aufstieg in die easyCredit BBL. Wer von beiden
Mannschaften zuerst drei direkte Duelle für sich entscheidet, darf
in der kommenden Saison in der höchsten deutschen Klasse spielen. Es
dauerte seine Zeit bis die Gastgeber in der Richard-Hartmann-Halle
auf Betriebstemperatur kamen. Bei den Rockets schien das zu keinem
Zeitpunkt im Spiel der Fall gewesen zu sein. „Wir haben uns viel zu
sehr den Stempel aufdrücken lassen und nicht wirklich unser eigenes
Spiel gespielt“, erklärte Head Coach Ivan Pavic nach dem Spiel.
Die Partie begann mit drei verschiedenen Freiwerfern bevor ein Ball
nach einem Feldwurf durch die Reuse fand. Daraus resultierte die
höchste Führung der Raketen beim Stand von 4:1. Anschließend
übernahm Chemnitz, die auch nicht ihre beste Leistung zeigten. Für
Wolfgang Heyder haben sich die Oettinger Rockets in der ersten
Halbzeit noch einige gute Würfe erarbeitet, sie scheiterten aber am
Wurf selbst. Ein Beispiel: Nach siebzehn gespielten Minuten und 12
erfolglosen Versuchen traf David Hicks den ersten Dreier für die
Rockets. „In der zweiten Hälfte haben sie es leider mit der
Brechstange und vielen Einzelaktionen versucht. Das funktioniert
nie“, so Heyder. Zudem habe dann auch die defensive Leistung
nachgelassen. Nach der Führung zu Beginn, konnten die Raketen nur
ein weiteres Mal einen Vorsprung erspielen – allerdings nur den
minimal möglichen (39:38/3.V). Danach gaben die Sachsen die Führung
nicht mehr her. Rodrigo Pastore, Head Coach der Niners, lobte die
2508 Zuschauer in der Hartmann-Halle für die Play-Off- und
gleichzeitig Derby-Stimmung. Dementsprechend groß war anschließend
die Freude über den Sieg im ersten Halbfinale der Vereinsgeschichte.
Dass die Chemnitzer diesen trotz siebzehn Ballverlusten feiern
konnten, liegt einzig am offensiven Totalausfall der Oettinger
Rockets. Wer sich sichtlich gegen die Niederlage stemmte, waren
Topscorer Darrel Mitchell (24 Punkte) und David Hicks (17). Außer
ihnen traf keine Rakete zweistellig. Zusammengerechnet holten sie
rund die Hälfte der Rockets-Punkte, nahmen sich aber auch die Hälfte
aller Würfe. Dane Watts blieb bei sieben Punkten, Oehle bei sechs
und zehn Rebounds. Max DiLeo konnte nicht an sein gutes vorheriges
Spiel anknüpfen und kam nur auf vier Punkte, Grant Gibbs holte zwei
und Schmidkunz drei Punkte. Alle verbliebenen Spieler trafen nicht.
Bis zum nächsten Aufeinandertreffen am Mittwoch muss sich für Ivan
Pavic einiges ändern. Dabei ist für den Head Coach das Wichtigste,
„dass wir wieder unser eigenes Spiel machen und uns keins
aufdrücken lassen“. Wolfgang Heyder formulierte es so: „Jetzt
heißt es, Mund abwischen und am Mittwoch den Spieß umdrehen – mit
Teamplay und großer Intensität in der Verteidigung.“ Die
Begegnung am kommenden Mittwoch beginnt um 19.30 Uhr in der Messe
Erfurt.
Halbzeit: 29:26.
Viertel: 17:10, 12:16, 20:20,
25:17.
Zuschauer: 2508
(Richard-Hartmann-Halle).
Freiwürfe: Niners 9 von 16 (56
%), Rockets 17 von 23 (74 %).
Dreier: Niners 9/20, Rockets
6/26.
Fouls: Niners 21, Rockets 20.
Rebounds: Niners 41 (7+34),
Rockets 37 (16+21).
Rockets: DiLeo 4, Schmidkunz
3/1, Gibbs 2, Grof, Durant, Oehle 6, Kullamäe, Allen, Mitchell 24/3,
Hicks 17/2, Watts 7, Gomila.
Niners Chemnitz: Carter 15/3,
Lawson 13/1, Ziegenhagen 13/3, Fleischmann 10/2, Matthews 10,
Seiferth 6, Richter 6, Wess 1, Bradshaw, Mixich, Wendler, Kayser.
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23.Apr.17 / Max Meß - Foto: Trautvetter