Fehlerquote verhindert Sieg
Geschrieben von
y4u am
Sonntag, 24. Dezember 2017
BASKETBALL BBL: Ratiopharm
Ulm – Oettinger Rockets 78:62
Ulm. (22.Dez.17/ Paula Keller) Heiko Nicol, eingefleischter Fan der Rockets hat es im
Moment nicht leicht. Bisher machte der gebürtige Gothaer jede
Auswärtsfahrt in der ersten BBL-Saison der Raketen mit. Egal wohin
es die Raketen in der Republik führt, Heiko reist mit. Samstagabend
in Tübingen, sonntags in Bayreuth oder die weite Reise nach Bonn,
der etablierte Trommler ist mit dabei. Egal ob bei Niederlagen oder
Siegen, er bleibt seinen Raketen treu. Und er litt bei der
62:78-Niederlage in Ulm erneut mit seiner Mannschaft mit. „Wir
haben uns in der ersten BBL-Saison vorgenommen, die Mannschaft
überall zu unterstützen. Für uns ist ein Traum in Erfüllung
gegangen, den wir genießen wollen.“ Topscorer Retin Obasohan (15
Punkte, 3 Assists und 2 Rebounds) zeigte sich nach der Niederlage
enttäuscht: „Es ist hart, wenn man viel investiert und am Ende
doch als Verlierer das Parkett verlassen muss. Aber ich bin der
festen Überzeugung, dass wir uns für unsere großen Mühen bald
belohnen werden.“ Heiko Nicol sah unterdes wie seine Raketen gut in
das Match starteten, durch Ekene Ibekwe und Andreas Obst zeigten die
Gäste gut herausgespielte Plays. Erst gegen Ende des Viertels
konnten sich die Ulmer ein wenig mit einem Dreier von Ismet Akpinar
absetzen (20:15). Im zweiten Viertel sah anfangs alles danach aus,
als würden die Gastgeber weiter davonziehen. Doch mit einem 7:0-Lauf
glichen die Rockets aus (27:27) und die mitgereisten Anhänger
jubelten. Erneut war Retin Obasohan einer der auffälligsten Akteure
auf Seiten der Raketen. Das bewies der 24-jährige mit fünf Punkten
in Folge. Erneut konnte sich das Team von Thorsten Leibenath vor der
Halbzeit ein wenig absetzen, doch wieder konterten die Raketen und
verkürzten den Rückstand auf zehn Punkte (46:36). Nach der
Halbzeitpause starteten die Raketen zwar mit viel Energie, wirkten
dabei jedoch auch zu hektisch und nervös. Das zeigte sich besonders
bei den Korbabschlüssen, mehrfach sprangen sicher geglaubte Punkte
aus dem Korb wieder heraus. Gerade einmal fünf Punkte verbuchten die
Rockets in diesem Viertel und ließen Nicol und seine Frau auf ihren
Plätzen verzweifeln. Dass man in der Defensive nur dreizehn Punkte
zuließ, fiel aufgrund der vielen individuellen Fehler nur wenig auf.
Im letzten Viertel sahen die Zuschauer in der ratiopharm arena ein
ausgeglichenes Spiel (19:21), indem die Rockets phasenweise einige
Punkte aufholten. Jedoch verhinderten weiterhin ärgerliche Fehler
ein wirkliches Annähern an die Ulmer. Headcoach Ivan Pavic
bilanzierte nach Spielende: „Glückwunsch an Thorsten zum Sieg. Die
Ulmer haben eine sehr solide Leistung abgeliefert. Der Knackpunkt im
Spiel waren die vielen einfachen Fehler in der Verteidigung. Ein 13:5
im dritten Viertel spricht Bände. Wir haben zu viele Chancen durch
individuelle Fehler vertan.“ Heiko Nicol stimmt dem Head Coach zu,
dass die hohe Fehlerquote ein besseres Ergebnis verhindert hat. Zu
den kommenden Auswärtsspielen wird er gemeinsam mit seiner Frau und
seinem Freund Jürgen Görnandt natürlich trotzdem wieder fahren:
„Es war ein beeindruckendes Erlebnis in der Ulmer Ratiopharm Arena,
gerne kommen wir wieder hierher. Wir machen weiter und hoffen auf
weitere positive Ergebnisse.“
Halbzeit: 46:36.
Viertel: 24:18, 22:18, 13:5,
19:21.
Schiedsrichter: Hack, Straube,
Arik.
Zuschauer: 6200 (Ratiopharm
Arena).
Freiwürfe: Ulm 13 von 13 (100
%), Rockets 11 von 18 (61,1 %).
Dreier: Ulm 9/29, Rockets 7/23.
Fouls: Ulm 15, Rockets 16.
Rebounds: Ulm 36 (10+26),
Rockets 26 (6+20).
Höchste Führung: Ulm 21 Pkt,
Rockets 2 Pkt.
Längste Serie: Ulm 10 Pkt,
Rockets 7 Pkt.
Rockets: Obasohan 15/1, Obst
15/2, Richter 9/1, Ibekwe 9/1, Schmidt 4, Lesic 4, Taylor 3/1,
Dizdarevic 3/1, Wimberg, Stanic.
Ulm: Thompson 20/2, Murry 11/1,
Fotu 11/1, Krömer 8/2, Günther 6, Apinar 6/1, Harangody 6/2, Butler
4, Benimon 4, Philipps 2, Ferner, Pape.
oettinger-rockets