Bulls mit beeindruckender Saison
Geschrieben von
y4u am
Freitag, 28. Mai 2021
BASKETBALL: Thuringia
Bulls
Erfurt. (27.Mai
21/ Lutz Leßmann) Das Spieljahr 2020/21 ist gespielt und das kommt
einem großen Wunder gleich. Die Auswirkungen der Pandemie haben ein
Spieljahr ohne Zwischenfälle nicht erwarten lassen und es zeigt,
dass die beteiligten Vereine verantwortungsvoll um die Zukunft der
Sportart Rollstuhlbasketball gekämpft haben. Dass es zu keiner
einheitlichen Vorgehensweise gereicht hat, ist schade. Die
Gemengelage war so unvorhersehbar und für die Verfahrensweise gab es
keine Konzeptvorlage, um am Ende die richtigen Dinge vorherzusagen.
Es ist sicher immer leicht, hinterher alles besser zu wissen, aber
nicht handeln war keine Option. Für die Thuringia Bulls war das
Handeln sehr von den Einschränkungen des Muttervereins
Reha-Sport-Bildung e.V. geprägt, der Verlässlichkeit der Sponsoren,
der Politik in Thüringen und den Fans, die trotz Ausschluss an den
Spieltagen beeindruckend zur Seite standen, um den Sport auszutragen.
Mit dem vierten Meistertitel in Folge hat das Team um Coach Michael
Engel deutlich über seinen Möglichkeiten agiert und die Abgänge
von Teemu Partanen, Matt Scott und Jake Williams mehr als verkraftet.
Am Ende haben die Thüringer gerade in den Spielen um die Titel in
der Höhle des Löwen und langjährigen Konkurrenten RSV Lahn Dill
beeindruckend aufgespielt und sich den fünften Meistertitel mit
einem makellosen 2:0-PlayOff-Sieg erkämpft. In 47 Spielen gegen die
Hessen können die Randerfurter auf 25:22 Siege zurückblicken und
haben damit wahrscheinlich als einziges Team in Deutschland eine
positive Statistik gegen die Rollstuhlbasketball-Hauptstadt Wetzlar
aufzuweisen. Neben den langjährigen bewährten Stützen der Bulls,
Weltmeisterin Jitske Visser, Center Vahid Azad und Karlis Podnieks,
waren es vor allem die deutschen Nationalspieler Kapitän André
Bienek, Jens Albrecht und Alex Halouski, die in den großen Spielen
den Hut auf hatten. An der Seite der beiden Energiebündel André
Bienek und Jens Albrecht war es Alex Halouski, der in seinem Spiel
durch die Konkurrenz nicht zu kontrollieren war. Am Ende wird der
Center der deutschen Nationalmannschaft souverän Topscorer der RBBL
und steigert noch einmal seine Qualität auf und neben dem Spielfeld.
Egal ob unter den Brettern, von der Freiwurflinie, jenseits der 6,25
Meter oder aus der Mitteldistanz, Alex Halouski glänzte mit
Bestwerten. Man darf gespannt sein, wenn es für das Team Germany in
Tokio bei den Paralympics um ein gutes Ergebnis geht und ob
Nationalcoach Nic Zeltinger endlich einmal den Bock umstoßen kann,
wenn es um solche großen sportlichen Ereignisse geht. In den großen
Spielen der Saison, international und national, waren es gerade
Böhme, Huber, Bienek, Albrecht und Halouski, die sich der Konkurrenzüberlegen zeigten und damit eine hoffnungsvolle Grundlage für
erfolgreiche Paralympics bilden können.
thuringia-bulls
27.Mai
21 / Lutz Leßmann - Foto: Franziska Möller
Bulls mit beeindruckender Saison
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